Die Entstehung von CP muss im Zusammenhang mit der Geschichte des Christentums in China gesehen werden. Nach 150 Jahren Missionsarbeit in China war die Kirche 1949 auf ungefähr 700.000 Mitglieder angewachsen. Nachdem der Kommunismus das Land übernommen hatte, wurden alle ausländischen Missionare des Landes verwiesen. Ein ungeheurer Druck wurde auf die chinesischen Christen ausgeübt, und während der Kulturrevolution wurden alle Kirchen geschlossen und die Christen in den Untergrund gezwungen.
Dr. Werner Bürklin wurde als Sohn deutscher Missionare in China geboren und lebte dort bis zu seinem 18. Lebensjahr. 1950 wurde er und seine Familie nach der kommunistischen Machtübernahme ebenfalls des Landes verwiesen. Als China Ende der 70er Jahre sich der Welt wieder zu öffnen begann, reiste er 1981 wieder nach China, um der Gemeinde Jesu dort irgendwie zu helfen. Er fand heraus, dass Schulung absolute Priorität hatte.
Die Idee, Schulungskurse für Pastoren, Prediger und Evangelisten anzubieten, kam Dr. Bürklin, als er die beiden Internationalen Konferenzen für Reisende Evangelisten in Amsterdam (1983 und 1986) für Dr. Billy Graham leitete.
1989 gründete Dr. Bürklin Hilfe für China e.V., um durch Schulung hauptamtlicher Mitarbeiter der Gemeinde Jesu in China zu helfen, den Missionsauftrag zu verwirklichen. Der gemeinnützige Verein wurde am 20. November 1989 in Florida eingetragen. In Deutschland erfolgte die Eintragung 1993 unter der Bezeichnung „Hilfe für China“. Im Jahre 1996 zog CP nach Denver, Colorado um. Dort befindet sich jetzt das Hauptbüro.
1999 änderte das Werk seinen Namen in „China Partner e.V.“ Damit kommt das eigentliche Anliegen, den Dienst an der Gemeinde Jesu in China gemeinsam zu tun, besser zum Ausdruck.
UNSER ERSTES SCHULUNGSSEMINAR 1999 IN NANJING
Nach vielen Chinareisen und zehnjährigen intensiven Kontakten mit chinesischen Kirchenleitern wurde Dr. Werner Bürklin 1988 eingeladen, das erste Schulungsseminar in Nanjing durchzuführen Jedoch war der Weg dahin nicht leicht. Es mussten nicht nur Regierungsstellen, sondern auch die Kirchenleitung, die immer noch sehr skeptisch gegenüber ausländischer Hilfe war, davon überzeugt werden, dass Dr. Bürklins Wunsch lediglich darin bestand, die Gemeinde Jesu in China zu unterstützen. Die Chinesen sind zu Recht ein stolzes Volk mit einer 4.000 jährigen Geschichte. Sie haben immer nur zögernd Ideen aus dem Ausland angenommen.
Deshalb musste Dr. Bürklin zuerst ihr Vertrauen gewinnen. Dazu waren viele Reisen notwendig. Schließlich erging 1988 die Einladung. Jedoch bevor das erste Schulungsseminar abgehalten werden konnte, kam es zu den Unruhen auf dem Tiananmen Platz. Im Jahr 1991 wurde endlich gestattet, das erste Schulungsseminar in Nanjing durchzuführen. Andere folgten in schneller Reihenfolge: Fuzhou, Hangzhou, Guangzhou und schließlich in vielen anderen Städten.
„Der erste Versuch in Nanjing bewies, dass die Studenten sehr aufmerksam und aufnahmebereit waren,“ erinnert sich Dr. Bürklin. „Sie wollten von anderen lernen, die Erfahrung auf dem Gebiet der Evangelisation haben. Sie kamen aus vielen verschiedenen Provinzen und waren von ihrer Aufgabe überzeugt Sie waren begeistert dabei und nahmen jedes Wort auf. Sie schrieben eifrig mit und stellten viele Fragen.“
Während der Schulungen stellte Dr. Bürklin fest, dass dringend gute Studienbücher benötigt wurden. Aus diesem Grund wurde ein weiterer Arbeitszweig geschaffen. Von diesem Zeitpunkt an hat CP kleine Bibliotheken an alle Teilnehmer der Seminare verteilt und den Seminarbibliotheken Bücher zur Verfügung gestellt. Seit 1991 hat CP legal über 30.000 Studienbücher nach China eingeführt und dort verteilt.
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