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Das Geschehen der Apostelgeschichte wiederholt sich im 21. Jahrhundert. Das Gemeindewachstum in China ist einmalig in der Kirchengeschichte. Christen in westlichen Ländern sind von der sichtbaren Macht Gottes überwältigt. Was bedeutet dieses unvergleichbare Wirken Gottes im Hinblick auf den Dienst in China?  Zunächst einmal hat die Kirche in China ein „gutes“ Problem:  Obwohl immer mehr Menschen zum Glauben an Jesus kommen, gibt es nicht genug Pastoren, die diese jungen Christen unterweisen.

Die Statistiken sind beeindruckend. Laut desm Chinesischen Christenrates (CCC) gibt es heute über 20 Millionen Christen in China. Jedoch wird eingeräumt,  dass es fast unmöglich ist, genaue Zahlen zu nennen, weil die meisten Christen in ländlichen Gebieten leben, in denen genaue Statistiken schwer zu ermitteln sind. Niemand kennt die exakte Zahl. Außerdem gibt es Millionen von Christen, die den Hauskirchen angehören. Verglichen mit den 700.000 Christen von 1950 gibt die Zahl von 20 Millionen Christen Aufschluss über das ungeheure Wachstum in den letzten 50 Jahren.

Es gibt über 50.000 registrierte Gemeinden und „Versammlungspunkte“, diese Zahl schließt jedoch die große Anzahl der nicht registrierten Hauskirchen nicht ein. Nicht registrierte und registrierte Kirchen wachsen gleichzeitig schnell. Zum Beispiel hat sich eine Gemeinde in Harbin jedes Jahr, seit ihrem Bestehen in den achtziger Jahren, verdoppelt. Sie hat jetzt regelmäßig 10.000 Besucher. Eine andere Gemeinde in Beijing taufte 400 Neubekehrte innerhalb eines Jahres.

Durch dieses ungeheure Wachstum der chinesischen Kirche brechen die meist überalterten Pastoren unter der Last ihrer vielen Aufgaben fast zusammen. Die gute

Nachricht ist, dass die junge Generation christlicher Leiter in Ortsgemeinden und theologischen Schulen mehr und mehr Verantwortung übernehmen. Doch gibt es in vielen ländlichen Gebieten Pastoren, die keine theologische Ausbildung erhalten haben. Es gibt einfach nicht genug Pastoren, um den Bedarf wachsender Gemeinden zu decken - weder auf dem Lande noch in den Städten. Ein Pastor und Leiter des Chinesischen Christenrats (CCC) bestätigte, dass im Durchschnitt für 10.000 Gläubige nur ein ordinierter Pastor zur Verfügung steht. Die Pastoren sind überarbeitet, sie erhalten von ihren Gemeindemitgliedern nur wenig Unterstützung. Sie sind unterbezahlt – die Gehälter decken noch nicht einmal die Lebenshaltungskosten.

Gleichzeitig haben die 23 Seminare und Bibelschulen in China nicht die nötigen Mittel, um diesem Mangel abzuhelfen. Sie können die angehenden Prediger und Seelsorger nicht schnell genug ausbilden, um den Bedarf der wachsenden Kirchen in China zu decken. Augenblicklich studieren nur etwa 1.600 Studenten jährlich an diesen Schulen. Wegen Platz- und Geldmangels müssen die Schulen mehr als die Hälfte aller Bewerber abweisen. Der Chinesische Christenrat (CCC) versucht Mittel und Wege zu finden, wie diesem Problem abgeholfen werden kann. Vielerorts werden vom CCC Schulungskurse an Bibelausbildungsstätten für Laien angeboten in der Hoffnung, dass diese in ihrer Freizeit den überarbeiteten Pastoren zur Seite stehen.

Das Problem wird noch größer durch die Tatsache, dass den Studenten nicht ausreichendes Bibelstudienmaterial zur Verfügung steht. Das Gute ist jedoch, dass die Bibel heute in China kein verbotenes Buch mehr ist. Tatsache ist, dass die chinesische Regierung in den achtziger Jahren die Genehmigung erteilte, Bibeln in China zu drucken. 1987 wurde die Amity Printing Company in Nanjing, Provinz Jiangsu, eröffnet. Über 43 Millionen Bibeln und Millionen von Gesangbüchern und Bibelstudienmaterialen sind seitdem gedruckt worden.

Das Problem unzureichend ausgebildeter Pastoren und Prediger und der Mangel an christlicher Literatur ist in ländlichen Gebieten besonders gravierend. Durch den niedrigen Bildungsstand sowie den Mangel an christlicher Unterweisung fallen viele Gläubige unter der Landbevölkerung den „Wölfen in Schafspelzen“ zum Opfer. Ihre Empfänglichkeit für Sekten und Irrlehren ist besonders groß. Ein Beispiel, über das Amity New Service berichtete, ist die „Eastern Lightning“ Sekte, die sich „wie ein Schandfleck über China ausbreitet“(ANS 3.12.97). Diese Sekte hat es besonders auf Gläubige abgesehen, weil sie lehrt, dass „die Himmelstüren bereits geschlossen sind“, so dass nur diejenigen, die schon gläubig sind, in den Himmel kommen -  jedoch nur, wenn sie den Lehren dieser Sekte zustimmen. Diese Sekte übernimmt ganze Kirchengemeinden und zerstört alle Spuren des biblischen Glaubens, denn sie glaubt weder an Jesus Christus noch an den dreieinigen Gott. Der Mittelpunkt ihres Glaubens ist die Wiederkunft eines weiblichen Christus. Sind sie erst einmal von dieser Sekte vereinnahmt, geben viele Mitglieder ihre Arbeit, Familien und Freunde auf. Diejenigen, die versuchen, herauszukommen, werden aufgegriffen und zusammengeschlagen.

Nur mit einer gesunden biblischen Lehre kann die örtliche Gemeinde auf Irrlehren hinweisen. Gut ausgebildete Pastoren, Älteste und Evangelisten müssen diesen falschen Lehren entgegentreten. Deshalb konzentriert sich CP seit seiner Gründung auf die Ausbildung solcher Leiter, damit falsche Lehren erkannt werden, bevor sie in den Gemeinden Fuß fassen. Darum müssen junge Menschen die Wichtigkeit des Wortes Gottes, des Blutes Christi, des Gebets und Bibelstudiums in ihrem täglichen Leben erkennen. Deshalb konzentriert sich CP darauf, diesen Brüdern und Schwestern  biblische Schulung, Studienhilfen und anderes Bibelstudienmaterial anzubieten, aber Ermutigung brauchen auchdiejenigen, die für deren Ausbildung zuständig sind.

BIBELVERTEILUNG IN CHINA

Über 48 Millionen (Stand April 2006) Bibeln und Millionen von Gesangbüchern sowie Bibelstudienhefte sind seit 1988 in China gedruckt worden. Den neuesten Stand dieser Angaben erhalten Sie bei der Nanjing Amity Printing Company www.amity-group.com.

Amity Printing Company ist ein Joint-Venture zwischen Amity Foundation und der United Bible Society (Vereinigte Bibelgesellschaft). Die Amity Foundation ist eine eigenständige Organisation, die auf Initiative von Christen in China gegründet wurde mit dem Ziel, Gesundheit, Bildung, Sozialleistungen und Entwicklungsprojekte in Landbezirken in der Volksrepublik China zu fördern. Die United Bible Society (UBS) ist ein weltweiter Zusammenschluss nationaler Bibelgesellschaften, die Bibelübersetzung, Druck und Vertrieb der Heiligen Schrift zum Ziel hat.

Amity konzentriert sich in erster Linie auf den Druck von Bibeln und anderer christlicher Literatur für die chinesische Kirche. Um der Allgemeinheit bzw. Öffentlichkeit zu dienen, stellt die Firma darüber hinaus auch andere Druckschriften her, die den Grundsätzen von Amity entsprechen. Die Produktion der ersten Bibeln begann im September 1987. Bis März 1999 hatte die Druckerei über 20 Millionen Bibeln gedruckt, außerdem  drei  Millionen; bevor die Amity Printing Company gegründet wurde. Die Bibeln werden auf Papier gedruckt, das dem Chinesischen Christenrat (CCC) von der UBS gestiftet wird. Dadurch kann der Verkaufspreis von Bibeln in China auf einem zumutbaren Niveau gehalten werden.

Neben Bibeln werden auch Liederbücher und andere christliche Bücher und Literatur für den CCC und seine Seminare gedruckt. Aber auch Druckschriften für andere Herausgeber, kommerzielle Firmen und Regierungsstellen werden hergestellt. Die Hauptproduktion konzentriert sich jedoch auf den Druck von Bibeln und anderer christlicher Literatur für die Kirche in China, welches der eigentliche Auftrag der Druckerei ist.

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